Ehe für alle in Deutschland – Kino für, mit und von allen in Lissabon

Auf Grund der neusten Entwicklungen in Deutschland und der überall stattfindenden CSD-Feste, wollen wir Euch einen Tip für den Sommer geben: Das QueerLisboa21 vom 15.09. bis zum 23.09.2017. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um das älteste Filmfestival Lissabons. Wer im September keine Zeit hat, kann im Oktober zum QueerPorto gehen. Viel Spaß 🙂 Wir freuen uns auf Eure Berichte, wie es war.

http://queerlisboa.pt

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Roda de Samba do Alemão

Schon wachsender Beliebtheit erfreut sich die Präsenz von erfolgreichen und international aktiven Künstler*innen, die den Samba auch in Köln etablieren. Durch Workshops, Unterrichtsangebote und vor allem regelmässige Konzerte ist Köln eine der Hochburgen brasilianischer Musik diverser Art. Die Roda de Samba, der Gig am Freitag bei Tanto Mar, setzt sich als Projekt aus Musiker*innen zusammen, die nicht nur musikalisch, sondern auch beruflich sehr vielseitig agieren. Dadurch ist die Vielfalt und Bandbreite der Musik aus Brasilien ein fester Bestandteil der „Weltmusik“-Landschaft in Köln und natürlich ganz BRD, ganz Europa. Die Roda de Samba hat einen Kern, der hier kurz beschrieben werden soll:

Die Sängerin, Komponistin und Gitarristin Denise Krammer absolvierte nach dem B.A. in Rio de Janeiro hier im Jahre 2015 ihren Jazz Gesang Master und lebt nun als Jazz Samba Musikerin in Köln. Sie verfügt über die gesamte Palette an Stilen, von Classic Samba über Maracatú, Foró bis Bossa Nova u.v.m.  Ihre aussergewöhliche Stimme bleibt im Gehör. Sie hat schon einige Awards gewonnen und nahm sogar in der Jury am Karneval in Rio teil. Zusammen mit Chris Quade Couto bildet sie den Kern ihres Denise Krammer Trios.

Chris Quade Couto ist seit dem 15 Lebensjahr Percussionist, ist Gründer einer Sambaschule, Lehrer für brasilianische Percussion und auch in Rio schon dreifacher Gewinner des dortigen Preises im Karneval. Auch er ist vielseitig, er ist Event-Projektleiter und Musiker zugleich und zudem seit 2016 Vorstand des kulturellen Städtepartnerschaftsvereins Köln-Rio e.V. Seine Workshops sind von international vergleichbarer Qualität, wie auch die vom dritten Kernmitglied, Maxim Zettel.

Maxim Zettel ist ebenfalls international erfolgreich, er komponiert, lehrt als Dozent in den Niederlanden an der Abteilung Weltmusik der Universität in Rotterdam, eine Hochschule mit hohem Renomée. Als Musiker ist auch Percussion sein Instrument, er absolvierte Master Classes im internationalen Maßstab bei Musikern aus Brasilien, Kuba und USA/New York. In Köln gibt auch er erstklassige Workshops.

Diese Roda de Samba gibt uns also bei Tanto Mar die Ehre.

Claudia Heib, Köln

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Leidkultur. Guinea-Bissaus junger Dichter Elson Cabral D’Almada

[O Democrata, 22.04.2017]

Das westafrikanische Land gilt leider noch als Failed State, weswegen wir hoffnungsvoll den jungen Dichter und Politologen Elson Cabral D’Almada vorstellen, der sein Werk ‚Nha Sufrimentu‘ (2016) in seiner Heimat präsentiert hat.

Lest hier. Und wünscht gemeinsam mit uns einen demokratischen Umbruch und Ausbruch aus der guinea-bissauischen Leidkultur.

 

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„Es gibt keine portugiesische Sprache, es gibt Sprachen auf portugiesisch.“ – José Saramago

Worauf der bisher einzige Nobelpreisträger für Literatur, der auf portugiesisch schrieb, hinweisen wollte: es gibt unendlich viele Varianten dieser Sprache, die nicht nur in verschiedenen Teilen der Welt gesprochen werden, sondern vor allem in ganz unterschiedlichen Kulturen heimisch sind.

Ein paar Fakten: Angola, Brasilien, Goa, Macau, Guinea-Bissau, Mosambik, Kap Verde, Osttimor, Portugal und São Tomé und Príncipe. Und Luxemburg. Die meistgesprochene Sprache der Südhalbkugel – erstaunlich. Aber: Wie viele unterschiedliche Kulturen sprechen denn Portugiesisch? Eines ist klar: Weit über 200 Millionen Träume werden auf Portugiesisch geträumt.

Bei Tanto Mar zeigen wir einen Ausschnitt davon. Vom Träumen, von Kulturen. Vom Leben.

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Samba Jazz Clube

Am Sonntag 19.11

Besetzung: Morgana Moreno, João Luis Nogueira, André de Cayres und Matheus Chamma.
Das brasilianische Quartett spielt moderne und auch tanzbare brasilianische Instrumentalmusik. Dabei wird die improvisatorische Freiheit des Jazz mit dem vielfältigen Rhythmen Brasiliens kombiniert. Im Repertoire sind im Wesentlichen Eigenkompositionen, aber auch Stücke vom Hermeto Pascoal, Guinga und Milton Nascimento.

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „www.jazztube-bonn.de“ hat die Gruppe den ersten Platz belegt und stand im Pantheon Theater vor ausverkauftem Haus!

Morgana Moreno – Flöte

Die brasilianische Flötistin und Komponistin absolvierte am 21.3.2016 ihr Master Examenskonzert für Flöte im Kölner Loft. Sie lebt seit drei Jahren in Düsseldorf und hat in Köln an der Hochschule für Tanz und Musik studiert.

Morgana Moreno stammt aus Salvador de Bahia, eine der Hochburgen der Choro-Musik.

Sie hat sich in Brasilien, seit sie 12 Jahre alt war, mit Choro, der Musica Nordestina und anderen regionalen Stilen beschäftigt. Ihre Liebe zur der überaus reichen Musiktradition Brasiliens traf dann in Köln auf den Jazz. Morgana möchte keine rein brasilianische Musik machen, sondern spielt einen ganz eigenen Mix aus Jazz und verschiedenen Stilen der Musik Brasiliens.

João Luis Nogueira – Gitarre

Der brasilianische Gitarrist, Sänger, Komponist und Arrangeur aus Minas Gerais studierte an der renommierten Folkwang Universität der Künste in Essen Jazzgitarre. In Brasilien mit vielen Preisen als Gitarrist ausgezeichnet trat er auf großen Festivals in Belo Horizonte und Belem auf. 2012 spielte und arrangierte er für das Großprojekt „Brasilien – Ruhrgebiet“ der Duisburger Philharmoniker. Er nahm CD´s in Brasilien und Europa auf, in Deutschland u.a. für das renommierte Label Enja. Er arbeitet u.a. mit Musikern wie Tony Lakatos, Zelia Fonseca, Marcio Tubino und Julia Ribas zusammen.

André de Cayres – Bass

Kommt aus São Paulo und arbeitet seit dem 17. Lebensjahr als Profimusiker. Vor 20 Jahren kam er nach Deutschland, um zu studieren. Abschluss an der Kölner Musikhochschule (Jazz E-Bass und Musikpädagogik) sowie an der Folkwang Universität der Künste in Essen (Jazz Kontrabass) – beides mit der besten Note. Sehr aktiv in der Jazz-, Latin- und Weltmusik Szene. Zu hören auf über 40 CD Produktionen. Gespielt und aufgenommen hat er u.a. mit Kamal Ben Hitchan, Terence N’Gassa, Alex Gunia, Tony Lakatos, Kim Bart, Paulo Morello, Matthias Schriefel, Simon Nabatov, Uli Beckerhof, Viviane de Farias, Reiner Witzel, Frank Sackenheim, Claus Osterloh und aus Brasilien Arthur Maia, Carlos Malta, Simoninha und Max De Castro.

Matheus Chamma – Schlagzeug

Geboren in 1991 in Sao Paulo hat er bereits als Zehnjähriger angefangen Schlagzeug zu spielen. Mit Fünfzehn hat er schon die erste Konzerte als Profi gespielt und studierte dann zwei Jahre an dem renommierten „Conservatório de Tatuí“ im Bundesstaat São Paulo, der bekanntesten Musikhochschule in Brasilien. Anfang des Jahres 2016 entschied er sich nach Deutschland zu gehen, um seine musikalischen Horizont zu erweitern und dort zu versuchen Jazz zu studieren. In Deutschland hat er sofort Anschluss zur Musikszene gefunden und angefangen mit verschiedenen Bands zu spielen.

 

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Educar é preciso.

[Portugiesische Tageszeitung O Público, 22.05.2017]

Um dieses „so viel Meer“ als unseren gemeinsamen und vielfältigen Raum zu verstehen – mit all seinen Fakten, Wirklichkeiten und Mythen –, ist eine nachhaltige Bildung unerlässlich. Seit nunmehr drei Regierungen investiert Portugal entgegen der früheren Tendenz gerade in diesen Sektor.

Das hebt das südwesteuropäische Land gegenüber der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten hervor.

Lest hier. Und bildet aus bzw. weiter!

 

 

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So viel Meer

Es ist das Wasser, das Salz, der Schaum, alle Tiere die es durchqueren, alle Pflanzen und Algen, die in ihm leben, all die organische Materie und all die anorganische Materie, von den Stränden bis zum tiefsten Felsen, den das Licht nicht erreicht. Alle lebenden Organismen, die von anderen lebenden Organismen verschlungen wurden und alle Wesen, die es auf der Suche nach einem neuen Leben überquerten und in ihm zugrunde gingen. Sowie diejenigen, die es in einem Abschnitt ihres Lebens kannten. Abenteurer, Fischer, Kriminelle, Einsame, Familienmütter wie -väter, Geflüchtete. Menschen, die glücklich waren und Menschen, die mitgenommen wurden, ohne es zu wollen. Menschen, die zu Sklaven wurden und Menschen, die – als Sklaven geboren – sich befreiten.

Und auch Menschen, die heirateten, die auf der anderen Seite des Meeres Kinder bekamen, die Freunde haben und an sie denken. Leute, die jenseits der Ferne tanzen und singen und die Nachrichten mit Freude und manchmal mit Trauer verfolgen. Menschen, die den Anderen, die jenseits des Meeres sind, Gutes wollen. Das durchfahrene, überflogene, durchtauchte, besurfte, erblickte, eingeatmete, raue, wilde, stille, aufgewühlte, gewellte und sogar nasse Meer.

Es ist so viel Meer…

 

Diese Übersetzung wurde im derzeit laufenden Kurs ‚Sprachmittlung Portugiesisch-Deutsch‘ am Romanischen Seminar der Universität zu Köln erstellt und überarbeitet. Beteiligt waren Laura Gröbner Ferreira, Julia Krume, Sílvia Marques Lourenço, Sebastian Nesgen, Alexandre Pereira Martins, Clarice Portilho Lins Fernandes, Gianina Schäffauer Segura, Raquel Simões Correia, Clígia Vasconcelos de Lima Becker, Márcio Sousa und Moritz Wallraff.

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