So viel Meer

Es ist das Wasser, das Salz, der Schaum, alle Tiere die es durchqueren, alle Pflanzen und Algen, die in ihm leben, all die organische Materie und all die anorganische Materie, von den Stränden bis zum tiefsten Felsen, den das Licht nicht erreicht. Alle lebenden Organismen, die von anderen lebenden Organismen verschlungen wurden und alle Wesen, die es auf der Suche nach einem neuen Leben überquerten und in ihm zugrunde gingen. Sowie diejenigen, die es in einem Abschnitt ihres Lebens kannten. Abenteurer, Fischer, Kriminelle, Einsame, Familienmütter wie -väter, Geflüchtete. Menschen, die glücklich waren und Menschen, die mitgenommen wurden, ohne es zu wollen. Menschen, die zu Sklaven wurden und Menschen, die – als Sklaven geboren – sich befreiten.

Und auch Menschen, die heirateten, die auf der anderen Seite des Meeres Kinder bekamen, die Freunde haben und an sie denken. Leute, die jenseits der Ferne tanzen und singen und die Nachrichten mit Freude und manchmal mit Trauer verfolgen. Menschen, die den Anderen, die jenseits des Meeres sind, Gutes wollen. Das durchfahrene, überflogene, durchtauchte, besurfte, erblickte, eingeatmete, raue, wilde, stille, aufgewühlte, gewellte und sogar nasse Meer.

Es ist so viel Meer…

 

Diese Übersetzung wurde im derzeit laufenden Kurs ‚Sprachmittlung Portugiesisch-Deutsch‘ am Romanischen Seminar der Universität zu Köln erstellt und überarbeitet. Beteiligt waren Laura Gröbner Ferreira, Julia Krume, Sílvia Marques Lourenço, Sebastian Nesgen, Alexandre Pereira Martins, Clarice Portilho Lins Fernandes, Gianina Schäffauer Segura, Raquel Simões Correia, Clígia Vasconcelos de Lima Becker, Márcio Sousa und Moritz Wallraff.

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